Fußball pur!

 

Die Euro 2012 ist in die Geschichte eingegangen als das „Purpur-Turnier“. Denn ohne das Wort „pur“ ließe sie sich gar nicht denken. Schon Wochen vor dem Eröffnungsspiel verhieß „kurzurlaub-ballermann.de“ während der EM „Partystimmung pur“ auf Mallorca. Hoteliers im kroatischen Seebad Opatija versprachen, LCD-Fernseher aufzustellen, für „Fußball-Spaß pur“. Und in Münchner Biergärten, sollten die Gäste „Stadionatmosphäre pur“ erleben.

Emotion pur!

Vor dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft prognostizierte Portugals Ex-Star Luis Figo: „Das wird Emotion pur!“ Wie richtig er damit lag, zeigte sich, als Nani in der 93. Minute fast zum 1:1 ausgeglichen hätte. „Dramatik pur“ meldete der Live-Ticker auf „fr-online“.

Dramatik pur!

„Das ist Dramatik pur“ schrieb auch ein Redakteur von „news.de“– diesmal, um das Match gegen die Holländer anzupreisen. „Ein Spiel bei dem sich die Nackenhaare aufstellen, Emotion pur.“ Nach dem 2:1 für Jogis Jungs herrschte in einem Fußballforum mit dem Titel „Fußball pur“ nur noch Häme pur für die Niederländer. Als dann die Deutschen auch noch ihr drittes Vorrundenspiel mit 2:1 gewonnen hatten, titelte „Leipzig TV“ im Netz: „EM-Stimmung pur: Ganz Sachsen feiert Sieg der deutschen Mannschaft gegen Dänemark“.

Motivation pur!

Richtig ernst wurde es im Viertelfinale. „Focus.de“ zufolge verströmten die griechischen Kicker nämlich „Motivation pur“. Schon sorgte sich Alexander Kühn vom „Züricher Tagesanzeiger“, Angela Merkel könnte den griechischen Siegeswillen noch weiter anstacheln. „Wenn Sie beim Griechenland-Spiel auf der Tribüne sitzen, ist das Provokation pur“, schrieb er in einem offenen Brief an die Kanzlerin. Merkel kam trotzdem, sah das Spiel und siegte. „Jubel pur“ konstatierte der „Bonner Generalanzeiger“.

Frust pur!

Im Halbfinale sorgte Mario Balotelli dann dafür, dass Löw, Flick und Köpke auf der Trainerbank „Frust pur“ schoben (rp-online). Eine gewisse Genugtuung verschaffte uns am Ende einmal mehr die „Bildzeitung“, als sie ebendiesen Balotelli nach dem 0:4 im Finale „Tränen pur“ weinen ließ. Die EM 2012 ist Geschichte.

Am Sonntag steht Deutschland im Finale der Weltmeisterschaft 2014 – Gänsehaut pur!

 

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Referenzen

Dr. Matthias Alexander, F.A.Z.:
"Für die hervorragenden Fortbildungen, die Sie in unserem Hause abgehalten haben, möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Das Training der Kollegen im Verfassen von Vorspännen macht sich in der täglichen Arbeit bemerkbar: Die Texte geraten spannender und informativer als zuvor, was den Leseanreiz erhöht. Auch die Resonanz unter den Redakteurinnen und Redakteuren auf Inhalt, Form und Atmosphäre Ihrer Seminare war durchweg positiv. Ich habe Sie in anderen Ressorts der F.A.Z. schon weiter empfohlen."
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